Der Name Borgia steht für Politik und Papsttum, Inzest und Lasterhaftigkeit, Verrat und Intrigen, Mord und Kriege und ist der Name einer aus Spanien stammenden Adelsfamilie. Mit Hilfe dieser Eigenschaften gelangte die Familie Borgia zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Italien zu Reichtum und damit auch zu Macht. Auf dieser Seite soll es um einen der schillerndsten und gefürchtetsten Vertreter aus dem Geschlecht der Borgias gehen, um Cesare Borgia, einen italienischen Herrscher.
Ursprünglich war für Cesare Borgia eine kirchliche Laufbahn vorgesehen, doch dies war dem ehrgeizigen Cesare nicht ausreichend genug und so kehrte er nach mehreren Jahren als Würdenträger in das weltliche Leben zurück. Er sollte als einer der bekanntesten Tyrannen der Renaissance in die Geschichte eingehen.
Niccolò Machiavelli (1469 – 1527), bedeutender Politiker, Philosoph und Dichter, verfasste nach einem Treffen mit Cesare Borgia, welches im Jahr 1502 stattfand, sein berühmtes Werk „Il principe“ („Der Fürst“), das auch als das „Handbuch für Tyrannen“ bezeichnet wird. In diesem stellt er Cesare als Idealbild eines Herrschers dar, der nicht nur zur politischen Macht gelangen, sondern sie auch halten kann. Um seine Pläne und Ziele durchzusetzen, ist es nach Machiavellis Ansicht auch legitim, Mord und Zerstörung anzuwenden. Vor diesen Mitteln schreckte auch Cesare Borgia nicht zurück, und nicht nur er, waren es für die damalige Zeit doch gängige Praktiken von Feudalherren.
